„Dann bin ich eben die fünf Prozent.“
DER ARCHIVAR

Das Buch
Mit einundzwanzig hat er sich von der Hauptschule bis an die Universität gekämpft – dann kommt die Diagnose: Krebs, Stadium IV. Seine Chance, das nächste Jahr zu überleben: fünf Prozent. Die meisten hätten diese Zahl als Urteil gelesen. Er liest sie als eine weitere Aufgabe.
Es folgen acht Jahre Krankheit – und danach ein Leben, das sich immer wieder gegen die Prognosen behauptet: Firmen, eine Familie, ein selbst entworfenes Haus, Rückschläge und Neuanfänge.
Mit sechzig fragt ihn ein Freund: „Warum hast du das alles aufgehoben?“ Denn er hat sein Leben archiviert – Zeugnisse, Briefe, Befunde, Verträge, vierzig Jahre Strafzettel. Aus diesem Archiv erzählt er, was geschah.
Keine Heldensage, kein Ratgeber. Die Chronik eines Lebens, das immer wieder dort weiterging, wo die Wahrscheinlichkeit längst ein Ende vorgesehen hatte.
Zwei Freunde, zwei Fragen
Der eine
„Warum verdoppelt ein Mensch überhaupt – warum zieht einer, kaum am Ziel, sofort einen neuen Strich?“
Der andere
„Warum hast du das alles aufgehoben? Ich habe nichts aus meiner Jugend.“
Leseprobe · aus dem Prolog
Um das zu verstehen, muss man neununddreißig Jahre zurückgehen.
In ein weiß getünchtes, schmuckloses Zimmer ohne Bilder.
Zu einem Mann Mitte vierzig in einem weißen Kittel.
Und zu einem Einundzwanzigjährigen, der an diesem Morgen nur eine einzige Frage gestellt hatte:
Wie hoch sind meine Aussichten, das nächste Jahr zu überleben?
Die Antwort lautete:
Fünf Prozent.
Ich habe später versucht auszurechnen, wie unwahrscheinlich mein Leben eigentlich war – all das, was eigentlich auch hätte anders ausgehen können.
Am Ende steht eine Zahl, die auf diesem Buch zu sehen ist:
1:4400000
Sie ist der Versuch, in einer einzigen Zahl auszudrücken, wie oft dieses Leben statistisch unwahrscheinlicher wurde, als es zunächst aussah.
Das Archiv
Seit seinem zwölften Lebensjahr hebt er auf, was sein Leben belegt: Zeugnisse ab der ersten Klasse, Briefe, Befunde, Verträge, Baupläne. Aus diesem Archiv ist dieses Buch entstanden.
Verlosung
Zum Erscheinen verlosen wir Bücher mit persönlicher Widmung. Im Advent folgt die große Verlosung: Jeder Gewinn ist ein Buch mit persönlicher Widmung und ein echtes Artefakt aus dem Archiv – nummeriert wie ein Beweisstück.
Ziehungen: 16. Oktober · 29. November · 6. Dezember · 13. Dezember · 20. Dezember · 24. Dezember
Teilnehmen ist kostenlos und ohne Kauf. Eine kurze E-Mail genügt.
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